Auskünfte von Bank und Politik treffen in´s „Schwarze“

Beim CDU Bürgerstammtisch in der Schöre in Dietmannsweiler gab es treffliche Tipps zur klugen Ausrichtung des Vermögens und politische Infos aus dem Landtag von Baden-Württemberg.

Timo Fischer, Finanzexperte der Volksbank Friedrichshafen-Tettnang eG informierte bravourös darüber, wie es zur heutigen Zinssituation kam und ging auf die zahlreichen Fragen ein. Die aktuelle Entwicklung bedauern die Diskussionsteilnehmer, denn wie soll heute noch Vermögen aufgebaut oder für die Rente vorgesorgt werden?
Wer sein Erspartes zinslos „parkt“, erleidet durch die Inflation einen Kaufkraftverlust.
Eine Rendite, die langfristig das Vermögen sichert, lässt sich nur über die Beimischung von Sachwerten wie Aktien, Edelmetallen oder Immobilien erzielen. Diese aber bitte breit streuen und längerfristig anlegen.
Timo Fischer fasst zusammen: „Der Sparer hat derzeit die Wahl zwischen einem sicheren Verlust oder Erträgen mit Wertschwankungen.“

Claudio Meichle, der den Abend fundiert moderierte, stellte die spannende Frage was denn die Politik tun könne?
Herr Fischer sieht die niedrigen Zinsen als globale Entwicklung, auch, da viele Staatshaushalte hoch verschuldet sind. Auf Nachfrage der Teilnehmer sieht er die diskutierte Finanztransaktionssteuer nicht als Lösung. Im Gegenteil, sie erschwere die dringend notwendige Änderung des Anlageverhaltens.
Vorsitzende Sylvia Zwisler möchte dieses Thema deshalb im Vorstand zu einem Antrag machen und ggf. im Bezirksvorstand thematisieren.

Investitionen in Bildung und Sicherheit
Landtagsabgeordneter August Schuler berichtete über die Investitionen im Landeshaushalt 2020/2021, vor allem in den Themenfeldern Bildung, Sicherheit, Digitalisierung, Wohnungsbau und Infrastruktur. Dazu komme eine Rückführung der Verschuldung von 7 Milliarden Euro von 2017 bis 2020, die Handlungsspielraum für jüngere Generationen schaffe. August Schuler: „Wir schaffen mit unseren Investitionen Entwicklungsperspektiven für die Städte ebenso wie für den ländlichen Raum.“ Einmal mehr betonte der Abgeordnete, dass Bund und Länder in den letzten zehn Jahren die politischen Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Arbeit richtig gesetzt hätten. „Wir haben jetzt als Union die Mammutaufgabe kluge Rezepte zu finden, damit die Risse in unserer Gesellschaft nicht größer werden,“ so August Schuler. Beispielsweise zwischen der Landwirtschaft und den Verbrauchern, zwischen der jüngeren und älteren Generation und bei der gemeinsamen Bewältigung des Klimawandels.
Er berichtete von den vielfältigen Arbeitsabläufen im Landtag und der Debattenkultur mit allen gewählten Volksvertretern. Er mahnte Respekt vor anderen Meinungen an, auch wenn man sie nicht immer teilen könne.

Achtung vor AKK-Entscheidung
Der Landtagsabgeordnete zeigte Achtung vor der Entscheidung der Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer und bedauerte das politische Bild, das derzeit in Thüringen abgegeben werde.
CDU-Mitglieder empfanden die mediale Wortwahl und die Kommentare zu „AKK“ wie: „Sie hat die Partei nicht im Griff“ nicht treffend. Das Gegenteil sei gefragt: in der CDU solle die freie Meinungsäußerung und eigenverantwortliches Handeln oberste Priorität haben. Diskussionen seien innerparteilich erwünscht und selbstverständlich, jedoch keine „Beherrschung“ durch eine Bundesvorsitzende.


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