Sinkende Schülerzahlen
Entwicklung der Geburtenzahlen und Schülerzahlen
Die Zahl der Geburten in Deutschland ist weiter im Sinkflug.
Die sog. Geburtenziffer – also die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau – ist im vergangenen Jahr von 1,38 (2008) auf 1,36 (2009) gesunken. Dies legt den Verdacht nahe: Elterngeld und Kita-Ausbau entfalten doch nicht ihre Wirkung. Oder wird sich der Erfolg erst nach Jahren in der Statistik niederschlagen? Oder muss man sich von der Illusion verabschieden, dass alles keine Frage des Geldes oder dem Anspruch auf einen Kindertagesplatz (von 0 – 3 Jahren) ist?
Junge Familien wünschen sich womöglich mehr Sicherheiten, um sich für mehr Kinder zu entscheiden. Beispielsweise eine sichere Partnerschaft, einen sicheren Arbeitsplatz (keine befristeten Arbeitsstellen oder Leiharbeitsverträge) und familienfreundlichere Arbeitszeiten, Teilzeitarbeit u.s.w. .....
Wenn die Geburtenzahlen zurückgehen, gehen ebenfalls die Schülerzahlen zurück. Auch in Tettnang, wie die Schulstatistik für die Tettnanger Schulen belegt. An den Grundschulen gehen die Zahlen genau so zurück, wie an der Realschule durch den Neubau in Meckenbeuren (Realschule: Minus 34 = 2 Klassen in diesem Schuljahr).
Der Gemeinderat der Stadt Tettnang muss darauf nachhaltig beim Schulbauprogramm am Manzenberg reagieren. Ebenso sind beim Kindertagesstätten-Ausbau die aktuellen Geburtenzahlen zu berücksichtigen.
Leerstehende Räume verursachen unnötige Kosten bei der Gebäudeunterhaltung und der Gebäudebewirtschaftung. Eine kluge, vorausschauende Raumentwicklung muss auf diesen Fakten aufbauen, um bestmögliche und generationenübergreifende Lösungen in Tettnang zu erreichen.
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