Überlegungen zur Regenwasser-Konzeption

Wie soll künftig das Wasser in der Stadt aufgefangen werden, ohne dass die Kläranlage überfordert wird?

Das Ing.-Büro Wassermüller informierte den Gemeinderat in der Sitzung vom 10.11.2010.

Das bisher übliche Mischsystem soll in ein Trennsystem überführt werden. Dabei werden Abwasser- und Regenwasser getrennt verwertet. Für das Regenwasser sind wiederum Versickerungssysteme notwendig und um deren Ausgestaltung geht es zukünftig.
Letztlich stellt sich im Gemeinderat die Frage, ob das Regenwasser in einer von der öffentlichen Hand angelegten Versickerungsmulde oder in privat gebauten Zisternen aufgefangen werden soll.
Mehrheitlich äußerte der Rat Sympathien für die öffentliche Lösung. Sie bringe weniger Flächenverbrauch und eine höhere Betriebssicherheit. So müssten private Zisternen kontrolliert werden, was bei einer öffentlichen Einrichtung weniger Aufwand verursacht.
Die Kosten, so die Meinung der CDU-Fraktion, werden ohnehin auf den Bürger umgelegt, unabhängig von der Ausgestaltung.
Dies geschieht entweder über den Grundstückskaufpreis beim Kauf des Baugrundstückes von der Stadt oder bei privaten Entwässerungssystem eben später, wenn auf dem Privatgrundstück eine Anlage vom Architekten geplant und vom Bauherrn gebaut werden müsste. Die Kosten für eine private, individuelle Lösung kommen voraussichtlich höher, als bei einer öffentlich geplanten und gebauten Regenwasserversickerung. Nach Angaben des Ingenieur-Büros wäre jedoch jeder einzelne Fall exakt zu prüfen, um eine genaue Aussage darüber treffen zu können (abhängig vom Untergrund, Regenwasserverbrauch, Versickerungsmodell etc).